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Jubiläumsfeier 90. Jahre Firma Arlt

 

90 Jahre Schreinerei Arlt Neuendettelsau
Ein Jubiläum – ein Familienfest – ein „Chor(Ka)barett“

Wenn ein Familienunternehmen Jubiläum feiert, dann wird daraus ein Familienfest. Mitarbeiter mit ihren Familien, auch Ehemalige, sowie Verwandte, Freunde und Bekannte waren eingeladen zu einem Abend mit Grußworten und einem so genannten „Chor(Ka)barett“, der Musikwelt Bokhyan aus Ansbach. Die bunte Show war eine Mischung aus chorischen und solistischen Werken mit humorvollen Einlagen.

Bekannte wie auch weniger bekannte Melodien aus den 1920er und 1930er Jahren erzählten Geschichten über Liebe, Wünsche, Hoffnungen, Schmerz, Betrug und Mord. Die Bühne für dieses „Chor(Ka)barett“ wurde in einer Produktionshalle aufgebaut, die Kulissenbilder hatte der ehemalige Gymnasiallehrer für Kunst, Ekkehard Wildung, mit Tatendrang und Enthusiasmus gemalt. Kleider, Requisiten und Kostüme wurden von den Darstellerinnen und Darstellern gefertigt, abgeändert oder aus „Omas Kleiderkiste“ herausgekramt. Das Regie-Team Andreas Müller-Wildung und Sergey Khachatryan war für die Szenengestaltungen zuständig, galt es doch, jede zu erarbeiten, sowohl schauspielerisch als auch texttechnisch. Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen von Hasmik Bokhyan.

Die Aufführung war in zwei Teile gegliedert mit veränderten Kulissen. Jeder Akt währte knapp eine Stunde, in der dreißigminütigen Pause wurden Imbiss und Umtrunk angeboten. An zwei Abenden kam das „Chor(Ka)barett“ auf die Bühne. Am Jubiläumssamstag waren Kunden, Lieferanten, Personen aus Politik, Kirche und Gesellschaft sowie Vertreter des Schreinerhandwerks geladen, unter ihnen Dr. Christian Wenzler, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Schreinerhandwerk, Landrat Dr. Jürgen Ludwig sowie der 3. Bürgermeister der Gemeinde Neuendettelsau, Wernher Geistmann. Am Sonntag, dem Tag des Schreiners, hatte schließlich auch die Bevölkerung Gelegenheit, das „Chor(Ka)barett“ zu erleben. In der Werkshalle waren etwa 250 Stühle aufgestellt, die an beiden Abenden zumeist besetzt waren. Die Darstellerinnen und Darsteller ernteten für ihr amüsantes und erheiterndes Spiel tosenden Applaus, manche Szenen wurden mit tosendem Applaus, manche Szenen wurden mit stehenden Ovationen bedacht. Lang anhaltender Beifall galt dem gesamten Team der 28 Schauspieler.

 

Bevor jedoch der gemütliche und unterhaltsame Teil des Kulturabends seinen Anfang nahm, begrüßte der Firmenchef Peter Arlt die Gäste des Festabends, gab einen Rückblick in Bild und Text ab dem Jahr 1929, in welchem Wilhelm Arlt die Schreinerei gründete. Er ließ alte Fotos wieder aufleben, ließ Kommentare zu den einzelnen Aufnahmen hören und erheiterte die Gesellschaft mit vereinzelten humorvollen Anmerkungen. Landrat Dr. Ludwig bescheinigte der Firma Arlt, dass sie stolz auf die langjährige Lebensleistung von bisher 90 Jahren sein dürfe, habe schlechte Zeiten im Weltkrieg überstanden und heute großes Engagement in vielerlei Hinsicht zeige. Als sichtbares Zeichen des Dankes übergab er Peter Arlt ein Landkreiswappen.

Ebenso hob Wernher Geistmann die Leistungen der Familien Arlt der vergangenen 90 Jahre hervor. Kundenzufriedenheit stand und stehe schon immer oben an – und diese ist bei der Firma Arlt nach wie vor oberste Priorität.

Von einem hervorragenden Unternehmen, das sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze biete, sprach Dr. Christian Wenzler in seinem Grußwort. Er bezeichnete das Unternehmen als einen Leuchtturm im Bayerischen Fenster- und Türenbau-Handwerk, das nicht nur Tradition pflege sondern in die Zukunft schaue. Dies ist auch für die nächste Generation ein gewaltiger Vorteil und demnach sei eine gute Zusammenarbeit auf ganzer Ebene zu erwarten, gab der Hauptgeschäftsführer des Fachverbands zu verstehen. Eine besondere Aufmerksamkeit galt den treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ende des Abends. Namentlich aufgerufen kamen sie zur Bühne, nachdem ihnen von den Darstellern des „Chor(Ka)baretts“ je eine Rose als Zeichen des Dankes und der Anerkennung im Namen der Geschäftsleitung überreichte wurde. Aufgrund eines Spendenaufrufs der Firma Arlt kamen insgesamt 3.500 Euro zusammen, die aufgeteilt an die Aktion Sternstunden sowie die Deutsche Hirntumorhilfe übermittelt werden.

Text: Klemens Hoppe